Seit 2007 steht am Streitmannskopf, dem höchsten Punkt der Gemeinde Forbach auf fast 1.000 Meter, zur Erinnerung an die verheerenden Stürme Wiebke (1990), Lothar (1999) und Kyrill (2007), die hoch oben im Wald ihre deutlichen Spuren hinterließen, ein Gipfelkreuz. Dieses wurde ursprünglich von Heinrich Weiler erbaut und mit Hilfe von Manfred Wunsch am Streitmannskopf errichtet – um den Bezug zu den Stürmen zu schaffen, wurde zum ursprünglichen Bau Sturmholz verwendet. Sowohl die Witterung als auch Schädlingsbefall hatten der Anlage so stark zugesetzt, dass im Frühjahr 2025 nach 18 Jahren die Sitzgruppe mit Tisch völlig zerfallen war. Es sollte sich im späteren Verlauf herausstellen, dass die gesamte Konstruktion deutliche Verschleißspuren aufwies.

Bei vielen Gipfelkreuzbesuchern, die diesen ruhigen Ort regelmäßig aufgesucht hatten, reifte der Wunsch nach einem neuen Gipfelkreuz. Auch bei den Wanderfreunden Bermersbach war dies immer wieder ein Thema. Bei einem gemeinsamen Heuhüttenprojekt an der Ebet-Mühle im Sommer 2025 entstand der Kontakt zu Heinrich Weiler, auch das Gipfelkreuz wurde damals thematisiert. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits seit über einem Jahr Gespräche zwischen Heinrich und dem damaligen Heiligenwald-Förster Ott stattgefunden. Themen wie Materialstellung und der Transport zum Stellplatz mit Unterstützung des Forstes waren bereits diskutiert worden. Auch von Seiten des damaligen Stiftungsrates wünschte man sich eine Erneuerung des Gipfelkreuzes und signalisierte bereits Unterstützung bei diesem Vorhaben zu. Gesucht wurde noch nach dem richtigen Zeitpunkt und nach helfenden Händen, die beim Stellen des Kreuzes behilflich sein würden.
Der Plan wurde in den letzten Monaten immer konkreter und die Umsetzung vor Ort begann am 4. Juli 2026. Gemeinsam mit Heinrich Weiler wurde das alte Kreuz „gefällt“, im Anschluss daran hatten die Wanderfreunde Bermersbach in einem ersten Arbeitseinsatz den ca. 200m langen Pfad zum Gipfelkreuz wieder großzügig freigeschnitten. Ab jetzt gab es kein Zurück mehr, denn seit diesem Tag stand am Streitmannskopf kein Kreuz mehr und die Nachfolgekonstruktion begann in Heinrichs Werkstatt immer mehr an Form anzunehmen. Für eine möglichst lange Haltbarkeit für die nächsten Jahrzehnte wurde diesmal sehr robustes Eichenholz verwendet. Der zweite Arbeitseinsatz der Wanderfreunde folgte dann am 11. September, wobei rund um die Aufstellfläche für das neue Kreuz die Büsche und Sträucher zurückgeschnitten wurden, sowie die gesamte Fläche grob gesäubert wurde, sodass diese gut zugänglich sein würde. Am 12. September war es dann endlich soweit und mit vereinten Kräften stellten Heinrich und die Wanderfreunde das neue Gipfelkreuz. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig und mit entsprechender Maschinerie und Expertise vom Forst, ohne den die ganze Aktion so in dieser Form und Geschwindigkeit nicht möglich gewesen wäre.

Nach gerade einmal vier Stunden war das neue Gipfelkreuz gestellt, verschraubt und ausgerichtet. Auch die neue Sitzgruppe wurde direkt ausprobiert und gelobt. Sie befindet sich nun nicht mehr vor, sondern hinter dem Kreuz und besteht aus einem Tisch und zwei Sitzbänken. In den kommenden Tagen wird auch der Schutzkasten mit neuem Gipfelbuch wieder montiert werden.
Wir bedanken uns ganz herzlich beim Heiligenwald Forbach, Förster Lehmann und insbesondere bei Heinrich Weiler, der dieses Projekt ermöglicht und maßgeblich umgesetzt hat, sowie allen Helfern und Unterstützern, die im Hintergrund hierfür aktiv waren.


